Gartenarbeiten im August

 


Gärten anschauen, fachsimpeln, Neues entdecken, gute Tipps bekommen - was gibt es Schöneres für Gartenfreunde?

Zeigt uns doch euren Garten. Wenn viele mitmachen, machen wir nächstes Jahr einen Tag der offenen Gartentür in ganz Oberösterreich.

Bereits jetzt an den Winter denken: Da gibt es wieder einen Gartenfachberaterkurs mit allem, was man über den Garten wissen will. Es lohnt sich, da mitzumachen!

 


Obstgarten   Beerengarten   Blumenwiese

 

Gemüsegarten

Im August geht die Haupternte jener Gemüse, die laufend ausgepflanzt oder gesät wurden, weiter. Häuptelsalat und besonders Pflücksalat, Rettiche Kohlrabi, Karfiol, der so gesunde Brokkoli, Kraut, Kohl, Erbsen und Fisolen, Tomaten Gurken und Zucchini, sowie die ersten Frühkarotten, Frühlingszwiebeln und Schalotten sind laufend zu ernten. Für die Küche steht schon alles zur Verfügung um wohlschmeckendes und kalorienarmes Essen zu bereiten.

 

ERNTEN, ERNTEN, ERNTEN

Erbsen gehören zu den eiweißreichsten Gemüsesorten und liefern biologisch besonders hochwertiges Eiweiß. Im Körper wird meist zu viel tierisches und viel zu wenig pflanzliches Eiweiß aufgenommen. Alle Hülsenfrüchte sind wichtig, um die Menge an pflanzlichen Eiweiß zu erhöhen. Werden Erbsen mit Getreide und Milchprodukten kombiniert, ist das aufgenommene Eiweiß noch hochwertiger als in den einzelnen Lebensmitteln. Dies ist besonders für Vegetarier wertvoll. Durch den hohen Ballaststoffgehalt wird die Verdauung wesentlich gefördert.


Auch Rote Rüben sind ebenfalls schon zu ernten. Die Ernte hat ganz vorsichtig zu erfolgen, damit die Knollen nicht beschädigt werden.

Die Blätter werden auf keinem Fall abgeschnitten, sondern abgedreht, damit der wertvolle Saft nicht ausfließt. Die kleinen Herzblätter bleiben an den Rüben und werden erst beim Schälen entfernt.

Hat man mehr als man gerade verbrauchen kann, lassen sich diese für den Winter in Rexgläsern mit Einlege-Aufgussessig gut haltbar machen.

Der hohe Gehalt an Folsäure ist wichtig für die Nervenfunktion und das Zellwachstum. Die Blutbildung und die Zellerneuerung werden gefördert, Folsäure wirkt beruhigend, sorgt für einen guten Schlaf und verbessert die Laune.


Frühkartoffeln ernten wir in der Regel nach Bedarf. Man nimmt die größten Knollen aus der Erde und häufelt danach wieder an. Erst wenn die Blätter abgestorben sind, werden die restlichen Kartoffeln geerntet.

 

JETZT NOCH EINMAL SÄEN UND PFLANZEN

Säen und Pflanzen bei abnehmendem Mond

Frühsorten von Salat können Anfang des Monats noch gesetzt werden. Doch ist dies der allerletzte Termin. Meist bekommt man zu dieser Zeit ohnehin keine Pflanzen mehr. Daher sollte man diese Pflanzen rechtzeitig in einer Anzuchtschale vorziehen und zwecks besserer Wurzelbildung auch pikieren. Den Termin für das nächste Jahr gleich vormerken.

Radieschen können den ganzen August gesät werden und bereichern besonders die Jause. Auch Karotten kann man noch säen, wenn man an die Größe bei der Ernte im November keine Ansprüche stellt. Man nimmt dann die größeren und lässt die kleineren bis zum  Frühling am Beet.

Brokkoli können den ganzen August mit einem Abstand von 50-60 cm x 40-50 cm und Karfiol 50-60 cm x 40 cm gepflanzt werden. Sie liefern gerade im Herbst durch die ausgeglichenen Temperaturen besonders hochwertige Ernten. Im Oktober ist der Brokkoli dann zu ernten.

Knoblauch wird Ende des Monats oder im September mit Reihenabstand von 25 cm ca. 7 cm tief gesteckt. Der Abstand in der Reihe beträgt 12 bis 15 cm. Knoblauch braucht volle Sonne und der Boden sollte nicht zu schwer sein.

 

Gründüngung säen
Wo abgeerntet ist, kann man Gründüngungspflanzen säen. Ob Buchweizen oder Phazelia oder eine fertige Mischung aus der Samentüte - es sollten nur keine Kreuzblütler dabei sein, wie Senf. Das begünstigt Krankheiten und Schädlinge, die dann unsere Kohlgewächse und Rettiche befallen.


Die Schalottenernte beginnt nun auch. Geerntet werden nur so viele, wie man gerade braucht. Erst nach dem totalen Vergilben der Blätter hebt man die Zwiebeln mit einer Gabel vorsichtig aus der Erde und lässt sie bei sonnigem Wetter am Beet trocknen und auch noch nachreifen.

Zwiebeln sind nun auch zu ernten. Für die Lagerung der Zwiebeln muss das Laub ganz dürr sein. Früher wurden die Röhren umgelegt, damit man früher ernten konnte. Doch dadurch sind sie nicht ganz reif und die Lagerzeit wird auch verkürzt. Mit einer Grabgabel, sind die Zwiebel ganz vorsichtig zu ernten, damit sie ja nicht beschädigt werden. Zum Nachreifen lässt man die Zwiebeln, bei schönem Wetter bis zu einer Woche, am Beet liegen. Dann kommen sie an eine trockene, unbedingt luftige Stelle. Nach zwei bis drei Wochen dreht man das trockene Laub ab und entfernt verschmutzte Schalen. Verletzte Zwiebeln werden für den baldigen Verbrauch ausgemustert.

 

Obstgarten

Nun können wir auch beim Kernobst von den Frühsorten laufend ernten.

Ende des Monats werden schon Äpfel und Birnen geerntet, die für die Lagerung geeignet sind.

Wellpapperinge kontrollieren Damit sich der Apfelwickler nicht zu stark vermehrt, sollten die verpuppten Wickler mit den Wellpapperingen rechtzeitig von den Bäumen abgenommen und durch neue ersetzt werden.

Sommerschnitt Steinobstbäume sollten nach der Ernte geschnitten werden und auch bei Kernobst ist ein Auslichtungsschnitt oft von Vorteil.

 

Beerengarten

Alte Himbeerruten entfernen
Sommerhimbeeren werden gleich nach der Ernte bodennah abgeschnitten und aus dem Garten entfernt. Die inzwischen meterhohen jungen Ruten werden zwischen Drähten angeordnet. Sind zu viele Jungpflanzen da, werden die schwächeren davon ebenfalls bodennah entfernt.


Nach der Ernte Ribisel, Jostabeeren und Stachelbeeren Schneiden

Bei schwarzen Johannisbeeren wird das Altholz dort weggeschnitten, wo ein schöner Jungtrieb angewachsen ist.

Bei roten und weißen Ribiseln wird bis zu ein Viertel der Triebe, die ältesten, dunklen, direkt über dem Boden abgeschnitten.


Lange Brombeerruten anbinden
Um etwas Ordnung ins Brombeergewirr zu bringen, sollen die neuen langen Triebe angebunden werden und alle Seitenäste, die sie bilden, auf ca. 10 cm gekürzt werden.

 

Blumenwiese

Geduld bei Blumenwiesen
Es ist spannend, zu beobachten, was auf einer Blumenwiese wächst, was gut gedeiht und was sich nicht so wohlfühlt. So eine Wiese verändert sich ständig, im Lauf der Jahreszeiten und im Lauf der Jahre. Aber eines ist sicher. Sie ist ökologisch um vieles wertvoller als monotoner Rasen. Und sie freut uns und die Bienen.


Was blüht da wohl als nächstes?
Unsere Blumenwiese vor dem Siedlerhaus in Attnang wird bald zum Mähen. Allerdings kann man nicht einfach so drüber mähen, weil ausdauernde Pflanzen dazwischen sind.